
Und abends Gäste | von Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri
Teresa Waas
Dreck | von Robert Schneider

Robert Schneider schafft mit seinem Stück „Dreck“, eine enorme Polarisation. Völlige Zuneigung bis tödliche Verachtung. Devote Bewunderung und offene Wut.
„Er hat mir in die Augen gesehen und nein Gelächelt. Nicht nein gesagt, nein gelächelt“.
Ein junger Mann in einer fremden Stadt. In einer weißen Stadt, einer anders riechenden Stadt, mit einer anderen Kultur. Bleibt man, wer man ist, oder wird man zerrieben. Man will wissen was dieses ANDERE ist.
„Die Straßen werden immer dunkler.“ „Und es werden immer Mehr.“ „Wir sind überall“, sagt Sad. Trauer Angst Verzicht, Humor Weisheit Hoffnung. „Es ist Eure Stadt, Euer Land.“ Sad ist ein Rosenverkäufer in Wien.
Als Ausländer hat er mit Ausländerhass und Vorurteilen zu kämpfen. Nun kehrt Sad den Spieß um, und schüttet in einem einzigartigen Monolog seine Gefühle aus. Dieses Stück, Robert Schneider hat es vor über zehn Jahren geschrieben, hat eine beängstigende Aktualität.
Spielzeit: 2011
Regie: Johannes Seilern
Musik: Fritz Rainer
Mit: Markus Tavakoli
