
Leonce und Lena | von Georg Büchner
Hans Danner
Klamms Krieg | von Kai Hensel

In der Saison 2004/2005 das meistgespielte Theaterstück im deutschsprachigen Sprachraum. Ein radikaler Theaterbeitrag zur bundesweiten Bildungsdebatte. Eine Tiroler Erstaufführung, bei der Zyniker lachen, Realisten denken und Romantiker melancholisch werden!
Die Ausgangssituation ist einfach: Eine Schulklasse „erklärt ihrem Deutschlehrer den Krieg“, streikt und leistet passiven Widerstand. Anlass dieses Streik ist ein tragischer Vorfall. Der Selbstmord eines Schülers wird dem Lehrer Klamm angelastet, da er ihn die Matura um einen Punkt nicht bestehen lassen hat. Es geht in „Klamms Krieg“ aber nicht so sehr um den tragischen Vorfall selbst, sondern es geht um die Strategien von Macht und Machterhalt. Klamm versucht – so als wäre nie etwas gewesen – seinen Unterrichtstoff, Faust von Johann Wolfgang von Goethe, durchzubringen und mit allen Mitteln seine Macht zu erhalten.
Dies ist die Ausgangssituation dieses Ein-Personen-Stücks, mit dem sich Theater praesent nicht nur an Kunst- und Theater-Interessierte im Allgemeinen, sondern auch direkt an Schüler/ -innen und Jugendliche wendet. Das Stück gewinnt schnell an Fahrt, zieht den Zuschauer in seinen Bann und trotz der ernsten Thematik kommen immer wieder humoristische Einsprengsel vor.
Der alltägliche „Krieg im Klassenzimmer“, die im Augenblick häufig thematisierte Lebensrealität von Lehrern und Schülern, die Strategien, um an welcher Macht auch immer zu bleiben, aber auch das Verdrängen und Vergessen-Wollen, um ein Selbstbild zu wahren, sind Motive dieses Stücks, für das wir das neue Theater in der Jahnstraße in ein Klassenzimmer umbauen. Die Rolle des Lehrers Klamm übernimmt der bekannte Tiroler Schauspieler Wolfgang Hundegger. Dass „Klamms Krieg“ von Stefan Raab inszeniert wird, der neben seiner künstlerischen und organisatorischen Tätigkeit im Theaterbereich seit Jahren auch als Lehrer tätig ist, garantiert, dass diese Arbeit kein Blick von außen wird, sondern dass die tatsächliche Realität des alltäglichen Wahnsinns in unseren Bildungstempeln ihren Weg auf die Bühne findet.
„Auf alle Fragen dieser Welt bin ich vorbereitet, ich bin verdammtnochmal der beste Deutschlehrer, den diese Schule je hatte!“
Spielzeit: 2012
Regie: Stefan Raab
Bühne und Ausstattung: Alexia Engl
Sound: Bernhard Schneider
Produktionsfotos: Rebecca Hagele
Sujetfoto: Alexia Engl
Mit: Wolfgang Hundegger





