Marion Fuhs

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Werkstatt-Talk: Wenn Algorithmen mitspielen: Ein Abend aus der Theaterpraxis (Kristina Malyseva) | 12.01.2026

© Lex Karelly
Kristina Malyseva
Wenn Algorithmen mitspielen: Ein Abend aus der Theaterpraxis
Theater praesent – 12.01.2026, 20 Uhr – freier Eintritt
Im Rahmen der Ringvorlesung Digitale Literatur WS 2025-26 Programm (PDF)


© Lex Karelly
Wie entstehen Theaterstücke, wenn eine KI mitspielt? In diesem Werkstatt-Talk öffnet Kristina Malyseva ihren Probenraum und zeichnet den Weg vom ersten Prompt bis zur Premiere nach. Sie berichtet, wie sie zur KI kam, wie die tägliche Arbeit zwischen Dramaturgie, Code und Bühne konkret aussieht, welche Überraschungen der Prozess bereithält und wo Reibungen entstehen. Auf dem Programm stehen die produktiven Seiten ebenso wie die Stolpersteine: Vorteile und Grenzen, Risiken und Verantwortung, Workflows und Tools. Malyseva spricht über Wahrnehmungen im Arbeiten und in Aufführungen: Wie verändert KI Blick, Rhythmus und Entscheidung? Was sagen Zuschauer*innen – und was bleibt auf der Strecke? Als Expertin aus der Praxis ordnet sie ihre Rolle im Gefüge geteilter Autor*innenschaft ein und gibt Einblicke in Probenmaterial, Prompts und kurze Szenenfragmente. Zum Schluss gibt es eine offene Gesprächsrunde – für Neugier, Skepsis und alles dazwischen.
Kristina Malyseva wurde in Taschkent/Usbekistan geboren und wuchs im Schwarzwald auf. Sie studierte Dramaturgie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) bei Jochen Kiefer mit dem Schwerpunkt Digitalität im Theater. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt The Answering Machine untersuchte sie den Einsatz digitaler Agent*innen auf der Bühne. Ihre künstlerische und wissenschaftliche Arbeit widmet sich der Schnittstelle von Theater und Medientechnologien, insbesondere dem kreativen und kritischen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Dafür war sie u. a. Residentin an der Akademie für Theater und Digitalität Dortmund. Sie hält Vorträge und gibt Workshops zu „KI in den Angewandten Künsten“. 2024 erhielt sie den Open Port Preis für „Junge Regie“ des PAD-Festivals, verliehen von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und der Akademie für Theater und Digitalität. Ihre Arbeiten waren u. a. am Neumarkt Theater Zürich, Hessischen Staatstheater Wiesbaden/PAD-Festival, Schauspielhaus Graz und Staatstheater Nürnberg zu sehen. Ab 2025/26 ist sie Hausautorin der Bühnen Bern und Dramaturgin am Theater Winkelwiese Zürich. Sie lebt in Zürich und in Freiburg.

