Stefan Raab
Elena-Maria Knapp
Elektra und der Bär | von Petra Maria Kraxner | Koproduktion mit dem Westbahntheater

Nach der ersten erfolgreichen Koproduktion 2010 (Legenden von Händl Klaus) gibt es jetzt die zweite intensive Zusammenarbeit zwischen Westbahntheater und Theater praesent. Beim gemeinsam ausgelobten Stückewettbewerb ANTIKE.frauen.HEUTE reichten mehr als 40 AutorInnen ihre Textentwürfe ein. Die aus Zams stammende, in Berlin lebende, Petra Maria Kraxner wurde schließlich von der Jury mit dem Stückauftrag bedacht. Ihr Stück Elektra und der Bär wird von Alexander Kratzer im Freien Theater Innsbruck in Szene gesetzt.
Ein Baum, der einen Brand entfacht. Ein Bär unter Verdacht. Einsatzkräfte die ausrücken. Kein Brandstifter-Bär in Sicht, doch im steilen Gstada-Tobel – Neigungsgrad 45 Grad! – hängt eine männliche Leiche im Strauch. Spärlich bekleidet. Mit nur einer Unterhose.
Schnell steht fest, dass der Tote – Agamemnon P., Feinkosthändler von Beruf – einem Gewaltdelikt zum Opfer fiel. Die Ehefrau – Klytaimnestra T. – glaubt, die Mafia war’s. Und die Tochter Elektra C.? Dreht völlig durch! Sie schreit wie eine Furie, beschuldigt ihre Mutter und deren Geliebten – Aigisthos C., Tischler von Beruf – aufs Gröbste. Madoia! Ja, und als sie dann auch noch präzise Mordabsichten formuliert, wird sie sicherheitshalber eingeliefert.
Dr. Orestes nimmt sich der trauernden Tochter an und deckt zusammen mit der Kommissarin nach und nach auf, was war und was nicht war und was eher nicht so war, wie es gewesen hätte sein sollen…? Auf jeden Fall reißt Elektra irgendwann aus und findet vor Aigisthos Haus eine Axt!
Ein Stück über Schuld, Trauer, Rache und: Verantwortung.
Spielzeit: 2015
Mit: Sascia Ronzoni (Elektra), Wiltrud Schreiner (Klytaimnestra), Helmuth Häusler (Orest), Luka Oberhammer (Kommissarin), Gertraud Mair (Chor), Maria Steppan (Chor), Ursula Hammermann (Chor), Lisi Tusch (Chor).
Regie: Alexander Kratzer
Bühne: Luis Graninger
Kostüme: Katia Bottegal
Musik: Martin Wazac



