Gustav Bloéb
Laeticia Lang
Das hässliche Universum I von Laura Naumann I ab 12. April

Alles muss brennen. Es ist Zeit. Ich zähl auf euch.
Wer sind WIR? Wie können wir angesichts eines allgemeinen Ohnmachtsgefühls gesellschaftliche Veränderungen erwirken? Brauchen wir neue Held*innen oder sind im postheroischen Zeitalter andere Strategien nötig?
Laura Naumanns Text „Das hässliche Universum“ ist ein rhythmischer, pulsierender Chor, aus dem sich zart die Stimmen Einzelner erheben. Sie sind nicht auf Revolution aus, sie sind auf der Suche. Wie kann man richtig handeln, richtig leben in einem Dickicht aus Zwängen und Gegebenheiten? Wie ein Fixpunkt taucht Rosa an ihrem Horizont auf, über Nachrichtenschnipsel und YouTube-Mitschnitte verbreiten sich ihre Botschaften, werden verlinkt, geteilt, kommentiert. Endlich gibt es jemanden, der Haltung zeigt, eine Richtung vorgibt. Erst scheint alles noch logisch und machbar, kleine Schritte der Veränderung, hin zu einer besseren Welt.
Doch dann passiert ein Anschlag, die Fronten werden unübersichtlich, die Wut steigt.
Fast zärtlich wird die Welt in Brand gesteckt, als könne man sie so auf Null setzen und die Zukunft aus der Asche aufsteigen lassen. Oszillierend zwischen Utopie und Dystopie, nähert sich der Text einem sehr heutiges Lebensgefühl an, Beschreibt das Ringen um Liebe und Halt in diesem großen, und nicht immer hässlichen, Universum und stellt sich die Frage, ob ein Neubeginn möglich ist.
„Etwas ist zu Ende gegangen. Noch wirbelt die Asche durch die Luft, steigt Rauch aus den Trümmerhaufen. Im Transitraum, bevor die Gegenwart sich formiert und die Zukunft beginnt, wird die Vergangenheit zu Grabe getragen. ‚Alles muss brennen‘, hat Rosa gesagt, und die Welt ist in Flammen aufgegangen, als hätte sie nur darauf gewartet.“
REGIE Elke Hartmann
SCHAUSPIEL René Dalla Costa, Hans Danner & Marion Fuhs
AUSSTATTUNG Sara Burchia
DRAMATURGIE Michaela Senn
VIDEOS Jeremias Plangger
BÜHNENBAU ASSISTENZ: René Dalla Costa
LICHTDESIGN/TECHNISCHER AUFBAU Christoph Riess
HOSPITANZ Mo Melik-Askarov
TERMINE
SA, 12.04.2025, 20 Uhr
DO, 17.04.2025, 20 Uhr
FR, 18.04.2024, 20 Uhr
DI, 22.04.2025, 20 Uhr
SA, 26.04.2025* 19 Uhr Theater / 20.30 Uhr *kino praesent (TANK GIRL, US 1995)
MI, 30.04.2025, 20 Uhr
DI, 06.05.2025, 20 Uhr
DO, 08.05.2025, 20 Uhr
Di, 13.05.2025, 20 Uhr
*kino praesent – Was ist das?
Wir zeigen pro Produktion einen Film passend zum Stück und machen unser Theater zum Kino. Einzel- und Komitickets möglich. Mit freundlicher Unterstützung von DIAMETRALE – Verein zur Förderung experimenteller und komischer FilmKunst. Mehr Infos HIER

