Hannah Knabl
Barca Baxant
Aeneis | von Toni Bernhart. Nach Vergil. | freies Theaterfestival 2016

Eine Heimat brennt.
Unsere Reise beginnt in Troja. Während Agamemnon die Stadt in Schutt und Asche legt, rettet Aeneas seinen Vater Anchises und seinen Sohn Julius Ascanius und bricht mit einer handvoll Überlebender über das Meer nach Rom auf. Es handelt sich um ein Rom, das noch nicht existiert. Es wurde den Auserwählten verheißen, verheißen von ihren Göttern: Aus Blut und Tod soll eine Herrschaft entstehen, die viele Jahrzehnte überdauern wird. Also muss das bereits besiedelte Latium erobert werden, damit Rom gegründet werden kann. Die Aeneis von Vergil, die der aus Südtirol stammende Autor und Literaturwissenschaftler Toni Bernhart für das 5. freie Theaterfestivals dramatisiert hat, ist einerseits eine ideologisch verbrämte Odyseee und präsentiert sich gleichzeitig als eine stete Wiederkehr menschlicher Irrungen. Eine Ordnung löst die andere ab, und im Chaos der Zwischenräume liegen Krieg, Asche, Staub und mäandernde (oder zweifelhafte) Utopien, die auf ihre Umsetzung warten.
DAS 5. FREIE THEATERFESTIVAL
12. November – 10. Dezember 2016, Innsbruck, Schloss Büchsenhausen
Das freie Theaterfestival, das seit 2008 im Zweijahresrhythmus in Innsbruck stattfindet, versteht sich primär als Produktions- und Präsentationsplattform der Tiroler und Innsbrucker Off-Theatergruppen mit dem ambitionierten Ziel, diese hochlebendige Szene mit ihren unterschiedlichen Handschriften, Themensetzungen und Herangehensweisen alle zwei Jahre konzertiert in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken.
Beim 5. Freie Theaterfestival stellt sich die freie Theaterszene bei seiner fünften Auflage im November 2016 erstmals in den Dienst eines gemeinsamen Großprojekts. Sieben freie Theater, darunter auch das Theater praesent, werden diesen Herbst mit vier RegisseurInnen ein Werk erarbeiten, das ursprünglich für Kaiser Augustus geschrieben wurde und vielleicht gerade deshalb aktueller nicht sein könnte: Die Aeneis. Der aus Südtirol stammende, in Stuttgart und Berlin lebende Autor Toni Bernhart hat im Auftrag des Festivals aus dem Epos von Vergil ein postdramatisches Stück geschaffen, das am 12. November 2016 in den ehrwürdigen Gemäuern von Schloss Büchsenhausen seine Uraufführung erleben wird.
DER SPIELORT Schloss Büchsenhausen (Kellergewölbe / Eingang WEST (Riedgasse), Weiherburggasse 5, 6020 Innsbruck)
Spielzeit: 2016
DRAMATISIERUNG Toni Bernhart
REGISSEUR*INNEN Andrea Hügli, Mona Kraushaar, Thomas Oliver Niehaus, Torsten Schilling
DARSTELLER*INNEN Daniela Bjelobradic, Eleonore Bürcher, Heinz Fitz, Günter Gräfenberg, Carmen Gratl, Tobias Horvath, Luka Oberhammer, Markus Oberrauch, Alexander Rainer, Frank Röder, Michaela Senn, Teresa Waas
KLEINROLLEN in Kooperation mit Schauspiel Innsbruck. schule für darstellende kunst und theater tirol
Amrei Rieth, Marie-Christine Bawart, Phillip Beck, Daniel Clemente, Viktoria Meyer, Susanne v. Fioreschy-Weinfeld, Christopher Zierl, Hannah Candolini, Laura Masten, Francesca Menges, Frederick Redavid
CHOR Abteilung für Gräzistik und Latinistik des Instituts für Sprachen und Literaturen, Universität Innsbruck, unter der Leitung von O.Univ.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Kofler und Univ.- Ass. Mag. Martin Bauer. Studierende: Florian Feil, Elisabeth Hubmann, Felix Maier, Rupert Rainer, Julia Schaidreiter, Anna Spanos, Kathrin Wankmiller, Rafael Wechselberger
BÜHNE & KOSTÜM Esther Frommann
MUSIKKOMPOSITION Martin Ohrwalder
PRODUKTION Thomas Gassner, Katrin Jud, Christine Frei
REGIEASSISTENT*INNEN Michaela Adrigan, Michael Rudigier
AUSSTATTUNGASSISTENZ Andrea Spiegel
TECHNIK Christoph Stecher, Gernot Oberlechner, Otto Wulz





