Ralph Reisinger
Philipp Jescheck
Konstellationen | von Nick Payne

„Wissen Sie, warum man die Spitzen seiner Ellbogen nicht lecken kann? Weil da nämlich das Geheimnis der Unsterblichkeit liegt, und wenn man sie lecken könnte, würde man vielleicht ewig leben. Und wenn das jeder machen würde, wenn alle tatsächlich die Spitzen ihrer Ellbogen lecken könnten, dann gäbe es Chaos. Weil man nicht einfach immer ewig weiterleben kann.“
Liebe in all ihren Möglichkeiten. Konstellationen von Nick Payne ist ein außergewöhnliches Beziehungsstück, das inspiriert von faszinierenden Erkenntnissen aus der Quantenphysik die klassische Liebesgeschichte dekonstruiert.
Der Autor Nick Payne lässt Marianne, die Quantenphysikerin, auf Roland, den Imker, treffen. Die beiden verlieben sich und durchlaufen alle Stationen einer modernen Liebesbeziehung. So weit, so gewöhnlich. Doch Konstellationen ist kein herkömmliches Drama über das Lieben und Leben in der heutigen Zeit. Die Handlung wird auf formale und inhaltliche Weise mit physikalischen Theorien über Paralleluniversen verknüpft. So wird nicht eine lineare Geschichte erzählt, sondern zahlreiche verschiedene mögliche Verläufe der Liebesbeziehung montiert.
Im Theater praesent verliebt sich aber nicht Marianne in Roland, sondern die Quantenphysikerin Max in die Imkerin Sam. Schreckliche und wunderbare erste Begegnungen, Seitensprünge, schmerzliche Trennung und die Liebe, „Bis dass der Tod sie scheidet.“ – all diese Situationen erlebt das Paar in unterschiedlichen Nuancen und vermittelt eine Ahnung von unendlichen Möglichkeitsräumen. Damit ist Konstellationen auch ein Philosophieren über den freien Willen, das Schicksal, die Einzigartigkeit des Individuums im Angesicht eines Multiversums, das unendlich viele Parallelwelten erlaubt.
VON UND MIT Therese Hofmann, Elena-Maria Knapp, Fabian Kametz, Katharina Ganner, Lisa Michelle Koller, Judith Salner, Michaela Senn, Michaela Senn, Marco Friedrich Trenkwalder, Luca Gasser
EINTRITT € 12 oder € 16 oder € 20 – nach eigenem Ermessen
PAY AS YOU CAN am 26. und 31. Jänner
RECHTE Rowohlt Verlag
